Archive for the ‘Reisen’ Category

Smart Trip durch die USA und Kanada – Teil 5

Sonntag, September 18th, 2011

Gestern verabschiedeten wir uns von Kanada und machten uns auf den Weg zurück inne Staaten. An der Grenze wurden wir von einem Kaugummi kauenden, aber sehr netten und mit viel Zeit ausgestatteten Grenzbeamten „hochnotpeinlich“ befragt (zum Beispiel ging es um amerikanisches und deutsches Bier…) und schon waren wir wieder im englischsprachigen Raum. Wir fuhren durch eine landschaftlich wunderschöne Gegend, allerdings gab es auch stundenlang nur Landschaft. Aber der Indian Summer erfreut sogar das Stadtherz! 😉

Mittags plagte uns ein Hüngerchen und wir kehrten in einem Lokal in Island Pond (Vermont) ein. Kleines, verschlafenes Örtchen mit gutem, frischem Essen. Danach hieß es für uns: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!!! Der Weg dorthin führte durch noch mehr schöne Landschaft…Die Freude, in unserer Namensvetterstadt zu sein, wurde schnell getrübt. Berlin war bestimmt mal richtig schön, aber das war vor ungefähr 100 Jahren. Ganz viele Geschäfte waren zu, die Häuser waren entweder zu verkaufen oder heruntergekommen. Berlin liegt am Rande der White Mountains, ein Nationalpark mit wunderschönen bewaldeten Berggruppen, die bei Wanderfreunden anscheinend sehr beliebt ist. In unserem Motel wurde zur Eröffnung das letzte Mal renoviert, das war in den 50er Jahren. Sollte jemand eine Neuauflage von „Psycho“ drehen wollen, das ist das richtige Motel für die Duschvorhangs-Szene! Nachmittags gingen wir erstmal richtig gut shoppen, nämlich zum hiesigen Wal-Mart 😉 Irgendwie hatten wir auf eine Fahrt auf den Mt. Washington auch nicht so richtig Lust und stellten dann später fest, dass das angesichts der Tatsache, dass dort oben nur 25° Fahrenheit / 3,89° Celsius (gefühlt sogar nur 6°F / – 14,44° C) waren, eine ganz gute Entscheidung war.
In unserem Zimmer war es in der Nacht dann nur unwesentlich wärmer und da wir uns um unseren Erfrierungstod sorgten, begaben wir uns heute mal ziemlich früh ins Auto (Temperaturanzeige 35° F = 1,67° C) um gewärmt zum nächsten Ziel, Boston, zu kommen.

Boston ist eine schöne Stadt am Atlantik, die wir bestimmt nicht zum letzten Mal besucht haben. Eine Stadt- sowie Hafenrundfahrt durften nicht fehlen und ein Straßenfest in der Innenstadt bekamen wir noch kostenlos dazu! Torsten durfte sich wieder im Hard Rock Café seine Pins kaufen und über die Parkplatzkosten möchte ich schweigen… Nach der letzten eisigen Nacht haben wir uns das heutige auch verdient 😉

Fotos guckst Du hier


Smart Trip durch die USA und Kanada – Teil 4

Freitag, September 16th, 2011

Da wir in Ottawa alles abgeklappert haben, machten wir uns gestern ganz mutig auf den nur 2 Stunden dauernden Weg ins französisch-sprachige Kanada, nach Montréal. Aufgrund des schönen Wetters wollten wir gleich das Olympiagelände von 1976 erkunden. Ich glaube fast, die Kanadier lassen aus ihren Autos immer die Luft raus, wenn sie parken, denn entweder die Schilder verbieten es mindestens bei Todesstrafe oder die Parkplatzkosten sind so astronomisch, dass man lieber über den Kauf eines Märchenschlosses nachdenken sollte. Aber Smartfreunde sind da aus der Nummer raus und quetschen sich in die kleinste kostenlos zu beparkende Lücke (also Torsten natürlich…), um den Kumpels hier ein Schnippchen zu schlagen 😉
Wir erklommen supersportlich die Seilbahn des Olympiaturmes, welcher zur Olympiade wegen finanziellen Sorgen (genauer nachzulesen bei Wikipedia) nicht fertiggestellt und daher erst 1987 eröffnet wurde, um die Stadt und das Gelände näher zu betrachten. Das Olympiagelände erstrahlt noch immer in seinem 35jährigen „Glanz“, oll und ungepflegt.
Da wundert es auch nicht, dass die Flaggen der DDR und der Bundesrepublik immer noch auf dem Stand von 1976 nebeneinander hängen. Allerdings war der Überblick vom Turm auf Montréal sehr schön und wir freuten uns auf den Aufenthalt hier.
Nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns ans Auskundschaften der näheren Umgebung und stellten fest, dass das Hotel direkt neben der Chinatown von Montréal liegt… Bei Winkekatzen, seltsam riechenden Supermärkten, auf der Straße sitzenden und spielenden Chinesen wird uns immer noch warm ums Herz. Also ein wenig alte Heimatluft geschnuppert und gut gegessen, fertig war der Tag!
Heute ging der Tag nicht ganz so fröhlich los, denn wir hatten zum ersten Mal kaltes Regenwetter und zu allem Überfluss noch einen über alles und jeden mosernden Bayern beim Frühstück. Wir machten das beste draus und schlichen durch die Altstadt von Montréal zum Hafen, denn was könnte bei Regenwetter besser sein als eine Hafenrundfahrt? Wir fanden zwar keinen Hafenkutter, dafür aber ein Riesen-Mega-Monster-Kriegsschiff. Torsten machte seine Fotos und gerade als wir weiter wollten, rief uns ein Marinetyp zu, dass heute bei ihnen „Tag des offenen Schiffs“ sei und wir es uns mal ansehen könnten. Das liessen wir uns nicht zweimal sagen und enterten das Ding. Mit einem der Soldaten kamen wir ins Gespräch, er erklärte uns sein Arbeitsgebiet und fragte dann, woher wir kämen. Als er dann Berlin hörte, erzählte er uns von seinem großen Traum: Einmal in Berlin den Saurier im Naturkundemuseum bestaunen! Das meinte er also, als er erwähnte, er würde sich sehr für Geschichte interessieren! 😉

So, morgen geht es wieder in die USA, da gibt es auch noch einiges zu sehen! Fotos von Montréal hier:

Smart Trip durch die USA und Kanada – Teil 3

Mittwoch, September 14th, 2011

Viereinhalb Stunden zeigte das Navi heute morgen als Fahrzeit an. Etwas über fünf waren wir unterwegs. Die Neuerung: Nach ungefähr zweieinhalb Stunden hatte ich irgendwie keine Lust mehr zu fahren, was sicher auch an der wenig aufregenden Strecke, einer ziemlich flachen Autobahn und der selbst im Smart irgendwann nervenden Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h liegt. Also Fahrwechsel und den Rest der Reise war Claudia dann am Steuer und ich nahm eine Auszeit auf dem Beifahrersitz. Schon praktisch, so ein Familien-Smart, der bei unserer Ankunft im Hotel in Ottawa mal wieder gebührend bewundert wurde. Auch unterwegs hat dieses Auto einen hohen Hinguckfaktor, allerdings unterschätzten die lieben Nordamerikanischen Mitbürger ab und an, dass man mit diesem etwas kleineren Gefährt mit der gleichen Geschwindigkeit unterwegs ist wie die SUV und Familienkutschen.
In Ottawa wohnen wir so ziemlich mitten in der Stadt und konnten so alles zu Fuß erlaufen. Nachdem wir den obersten Gerichtshof und das wunderschöne Parlament, dessen Glockenturm nicht nur aussieht wie Big Ben, sondern auch die gleiche Melodie spielt, abgehakt hatten, mussten wir erst einmal vor einem Wolkenbruch in ein Bushaltestellenhäuschen flüchten. Nach ein paar Minuten konnten wir dann aber den Weg fortsetzen zur Basilika Notre Dame und dem alten Markt, wo auch das hiesige Hard Rock Café angesiedelt ist und ich ein paar wirklich schöne Pins kaufen konnte.
Ein Einkaufszentrum und ein großer Buchladen fand sich auch noch um unseren Besuch abzurunden. Ein Buch über Wayne Gretky und ein weiteres mit vielen Zahlen aus der NHL bekommt man eben nur in Kanada auch mal im Angebot für einen günstigen Preis.
Morgen geht der Trip mit dem Smart weiter nach Montreal. Ziemlich genau 200 km sind das nur. Für hiesige Verhältnisse ja eher ein Katzensprung. Wer fährt? Wird morgen kurzfristig entschieden.
Und hier noch die Bilder das Tages:

Smart Trip durch die USA und Kanada – Teil 2

Dienstag, September 13th, 2011

Von Niagara Falls nach Toronto. Wohl eine der kürzesten Etappen auf unserer Tour und obwohl wir noch schnell dem Erie-See bei Chrystal Beach einen Kurzbesuch abstatteten, waren wir schon vor 13 Uhr in der größten Stadt Kanadas angekommen.
Dort zahlten wir mal schnell 20 Dollar für einen Parkplatz, weil dummerweise auch gerade ein Baseballspiel stattfand und fuhren auf den CN-Tower, der bis vor kurzen als höchstes Gebäude der Welt galt.
Nun ja, es hat sich viel verändert in Toronto, seit ich im Februar 2002 schon mal hier war und der CN-Tower gehört auch dazu. Die vergitterte Ausichtsplattform war zum Fotografieren jedenfalls wenig geeignet.
Auf dem Weg nach Richmond Hill, wo wir uns im Travelodge eingebucht hatten, spielte erst einmal das Navi verrückt, was angesichts der Tatsache, dass wir die Yonge-Street bereits in Downtown Toronto gefunden hatten und einfach nur bis Hausnummer 10711 geradeaus fahren mussten, nicht so dramatisch war. Dauerte dann auch nur knapp 1,5 Stunden dauerte, obwohl das Navi ständig zwischen 23 und 36 Minuten Fahrzeit anzeigte. Ging aber noch, schließlich ist die Yonge-Street mit 1896 km laut Guiness Buch der Rekorde die längste Strasse der Welt.
Heute morgen fuhren wir dann nur 15 Minuten zur nächsten Metrostation und von dort aus nochmal etwa 30 Minuten bequem mit der U-Bahn.
Es folgte dann das gehobene Touristenprogramm: Busfahrt mit einem oben offenen englischen Doppeldecker bei herrlichem Sommerwetter, unterbrochen von einer Bootsfahrt durch den Toronto Harbour und anschließend der obligatorische Besuch in der Hall of Fame of Hockey und beim Hard Rock Cafe, um einen Pin zu kaufen.
Dann fügten wir Kanada noch zu den Ländern hinzu, in denen wir schon mal im Kino waren und schauten uns Horrible Bosses an. Anspruchsloser und lustiger Film. Und überhaupt: Wer hat noch nie überlegt, sich seines schrecklichen Bosses einfach durch Mord zu entledigen? Kino mit Anspruch und Stars gab es dagegen beim Toronto Film Festival, dessen Warteschlangen wirklich eindrucksvoll waren. Plötzlich fanden wir uns zudem bei der Vorfahrt einiger Stars wieder, müssen aber zugeben, niemanden erkannt zu haben.
Mit Bahn und Smart ging es dann wieder ins Hotel und jetzt noch schnell dem Internet unser Reisetagebuch anvertrauen.
Morgen geht es dann weiter in die Hauptstadt dieses Landes, dass sich gar nicht so wirklich doll von den USA zu unterscheiden scheint.
Fotos wurden auch reichlich gemacht, hier eine „kleine“ Auswahl:

Smart Trip durch die USA und Kanada – Teil 1

Sonntag, September 11th, 2011

niagara173_1200Nun war es endlich soweit, unser erster Urlaub stand an. Da wir über ein wahnsinnig geräumiges Auto verfügen, haben wir dieses am Donnerstag, nachdem Torsten von der Arbeit kam, mit all unseren Habseligkeiten gepackt und sind bei strömendem Regen losgefahren. Seit Montag regnete es schon ohne Unterlass und wurde immer schlimmer, so dass wir nach 10 Minuten schon über Rückzug nachdachten. Aber mutig und unerschrocken haben wir dann doch den Weg nach Harrisburg, Pennsylvania gewagt. Kurz vor dem Erreichen des ersten Ziels hörten wir in den Nachrichten, dass die gesamte Innenstadt wegen Überflutung gesperrt ist und jeder, der ohne Grund hineinfährt, zu Geld- oder auch Freiheitsstrafen verknackt wird. Super Urlaubseinstand, denn wir wussten nicht so recht, wo in Harrisburg sich unsere erste Unterkunft versteckte 😉

Zum Hotel zu kommen, war dann doch nicht sooo schwer, wir mussten nur 2x die Richtung wegen gesperrter bzw. überfluteter Straßen wechseln. Ich hätte den Smart am liebsten mit ins Zimmer genommen, damit er nicht absäuft! Aber am nächsten Tag stand das Auto noch da und in direkter Umgebung war der Fluß auch nicht. Also auf zum Highlight, den Niagara-Fällen. Wir fuhren nahezu die ganze Zeit neben dem Fluß her und sahen das Ausmaß der Überflutung wirklich genau neben uns, Häuser, Straßen und Bahnlinien standen unter Wasser. Ich bin so froh, dass der Neuköllner Schifffahrtskanal noch nie über die Ufer getreten ist und wir zusätzlich in Berlin in der 4. Etage wohnen, das gibt Sicherheit!

Einige Zeit später quälte uns ein Hüngerchen und in einer „Stadt“ namens Dansville, die in ihrer Mitte einen süßen Flugplatz hat, sahen wir in einem hier nicht genannten Schnellimbiss die ersten Amish-Leute unseres Lebens. Sie kamen nicht mit einer Kutsche, sondern einfach zu Fuß. Wenn die wie wir Burger und Pommes essen, haben sie sicher auch schon Fernseher… Wieder alles falsch, was wir so gelernt haben. 😉

Am frühen Nachmittag erreichten wir dann die Fälle. Man sieht schon auf dem Weg dorthin von Weitem den Dunst.
Rechtzeitig da, konnten wir gleich mit der „Maid of the Mist“ fahren. Das Schiff fährt zu den amerikanischen und dann den kanadischen Fällen. Sie sind beide so wahnsinnig beeindruckend, dass mir dazu gar nicht mehr einfällt…
Wir sind auf der kanadischen Seite untergekommen. Ein Teil der Stadt ist wie ein Billig-Las-Vegas, passt so gar nicht zu den wunderschönen Wasserfällen, bringt aber sicher viel Geld.
Heute haben wir uns die Fälle von hinten betrachtet, auch nicht übel. Danach mussten wir sie uns von einem 160 m hohen Aussichtsturm aus ansehen. Nur den IMAX-Film hätten wir uns sparen können… merken wir uns fürs nächstes Mal!
Am Nachmittag haben wir dann noch den obligatorischen Besuch im Hard Rock Cafe unternommen. War lecker und der Stauraum wird wieder durch ein paar weitere Pins verkleinert.
Unser nächstes Ziel – morgen – ist Toronto! Am Horizont konnten wir es vom Aussichtsturm aus schon sehen.

Und hier sind die Bilder der vergangenen zwei Tage:

Wir waren in New York

Donnerstag, August 25th, 2011

Wir waren in New York und es hat uns wirklich super gefallen. Sicherlich schreiben wir dazu auch noch etwas, aber erstmal gibt es nur ein paar Bilder…